Business Jets - Spielzeuge der Reichen und Schönen

Den Traum vom Fliegen erfüllen sich viele Prominente und Reiche auf ganz eigene Weise. Der Besitz eines Business Jet ist nicht nur ausgesprochen prestigeträchtig, sondern auch teuer.

Über 150 Passagiere quetschen sich in die Reihen einer voll ausgebuchten Charter-Maschine. Jeder der Fluggäste hat nicht viel mehr Sitzfläche als ein Blatt Briefpapier und die Flugbegleiterinnen schenken dünnen Kaffee gegen Aufpreis aus. So schaut mancher Billigflug aus. Ganz anders hingegen gestaltet sich das Reisen in einem Geschäftsreiseflugzeug.

Diese Flugzeugklasse, welche erstmals in den 1960er Jahren aufkam und aus einem Jagdflugzeugkonzept entwickelt wurde, ist längst nicht mehr nur den Chefs und Vorständen der großen Konzerne vorbehalten. Vielmehr leisten sich auch zunehmend Prominente wie zum Beispiel Filmschauspieler oder Musiker solche Maschinen zur privaten Nutzung.

Typisch für Geschäftsreiseflugzeuge ist die Konfiguration als frei ragender Tiefdecker, mit auf der Finne aufgesetztem Höhenruder und zwei Turbofan-Triebwerken, die am Heck beidseitig des Rumpfes angebracht sind. Je nach Größe und Bauweise sind diese schnellen Jets, die eine Dienstgipfelhöhe von 39'000 Fuß (etwa 12.000 Meter) erreichen, in der Lage zwischen vier und 14 Passagiere zu transportieren. Von engen Sitzen ist dabei keine Spur. Die meist großzügigen Sessel sind oft in Leder ausgeführt und Sonderwünsche in der Innenausstattung von der Cocktailbar bis zur Videospielkonsole werden auf Kundenwunsch in das fliegende zweite Wohnzimmer eingebaut.

Dafür hat der Luxus aber auch seinen Preis. Zwischen fünf und 25 Millionen US-Dollar kosten die gängigen Modelle im Einstiegspreis. Für diverse Sonderausstattung kann gern noch einmal soviel fällig werden. Dazu kommen laufende Betriebskosten und die mindestens zweiköpfige Crew, die einen solchen Jet steuern muss.

Etwas günstigere Varianten sind momentan in Entwicklung. Gleich mehrere Hersteller arbeiten zurzeit an Kleinflugzeugen mit Jet-Antrieb, die aber wohl keine ernsthafte Konkurrenz zu diesen Luxuslimousinen der Lüfte sein dürften. Für kleineres Geld können Geschäftsreiseflugzeuge auch stundenweise gemietet werden. Die Angebote für eine solche Spritztour im Luxusjet beginnen ab 5000 Euro je Flugstunde. Dabei kommen aber noch Gebühren und Steuern hinzu.