Wissenswertes über Sammlermünzen

Oft finden sich in Nachlässen Sammlermünzen. Wer sich noch nie damit befasst hat, sollte wissen, wie sich der Wert einer Münze bestimmen lässt. Andere loten gleich aus, wie man die Münzen am besten verkauft.

Handelt es sich um bekannte Anlagemünzen aus Gold oder Silber wie den südafrikanische Krügerrand, den Maple Leaf aus Kanada oder das australische Nugget, ist das eine einfache Angelegenheit: Hier kann man sich an Banken oder Goldhändler wenden. Solche Sammlermünzen aus Gold lassen das Kapital zwar nicht anwachsen, verlieren aber auch ihren Wert nicht. Sie sind immer gut handelbar, auch wenn man den Zustand berücksichtigen muss. Polierte Platte oder Spiegelglanz gelten als optimal. Solche Münzen sollte man auf keinen Fall anfassen. Sie werden in der Regel in einer mit Samt ausgeschlagenen Kassette aufbewahrt. Oxidieren Silbermünzen im Laufe der Jahre, dann sollte einen das nicht irritieren. Ihr Wert bleibt derselbe. Am besten hebt man die Münzen an einem Platz mit niedriger Luftfeuchtigkeit und gleichmäßiger Temperatur auf. Numismatiker nehmen eine gummierte Pinzette und fassen die Münzen damit am Rand an, um sie zu inspizieren. Anlässe, um Sammlermünzen herauszugeben, gibt es viele: Die Olympiade, Gedenktage oder Jubiläen sind nur einige Beispiele. Eine wichtige Rolle in diesem Zusammenhang spielen auch die Münzen aus der DDR, die zwischen 1966 und 1990 herausgebracht wurden. Diese Gedenkmünzen gibt es in den Nennwerten fünf, zehn und 20 Mark und sind aus Silber, Kupfer, Nickel oder Zink hergestellt. Darüber hinaus berücksichtigen alle EU-Staaten neue Sammelgebiete; sie geben beispielsweise Zwei-Euro-Sondermünzen hinaus; Erstausgaben können hierbei meist die höchsten Wertsteigerungen erzielen. Mit Sonderprägungen wird zahlreichen Ereignissen Rechnung getragen. So gibt es zum Beispiel Fünf-D-Mark Silbermünzen. Mit zu den beliebtesten Sammlerstücken gehören auch Münzen aus dem Deutschen Kaiserreich, römische Münzen mit Abbildungen von Marc Aurel, Cäsar oder Trajan. So kann man anhand alter Münzen historische Begebenheiten nachvollziehen. Auf solchen antiken Stücken bildet sich im Laufe der Zeit eine Patina, die in Insider-Kreisen als „Echtheitszertifikat“ angesehen wird und auf keinen Fall entfernt werden sollte. Wenn es wirklich nicht anders geht und das Münzbild sehr verunreinigt ist, hilft ein Münzbad. Hierbei ist wichtig zu wissen, dass man niemals unterschiedliche Legierungen in ein Bad legen darf.