Die meisten Menschen kennen ihre Eltern, die Großeltern und eventuell noch ein paar der Urgroßeltern. Was allerdings vor der vierten Generation war, wissen nur die wenigsten. Wer etwas über seine Vorfahren herausfinden und eventuell sogar einen Familienstammbaum erstellen will, sollte möglichst früh damit anfangen und dieses Vorhaben auf keinen Fall auf später verschieben.
Die erste Anlaufstelle bei der Ahnenforschung sollten immer Verwandte, Freunde, Bekannte und Nachbarn sein, die der zu erforschenden Generation am nächsten stehen oder standen. Vor allem die Urgroßeltern erinnern sich ganz bestimmt noch an ihre Eltern und Großeltern und können nicht nur ihre Lebens- und Sterbedaten benennen, sondern auch etwas zu ihrem Wesen sowie einige Anekdoten aus ihrem Leben erzählen. Generell sollte man sich bei der Befragung ausführliche Notizen machen, besser noch das Gespräch auf Band aufzeichnen. Ein Diktiergerät oder aber eine Videokamera halten nicht nur die Worte an sich fest, sondern auch für die Auswertung relevante Intonationen und die gesamte Atmosphäre. Wichtig ist auch, das Material zeitnah auszuwerten, solange man sich noch an alle Details und Besonderheiten des Interviews erinnern kann.
Sobald die Informationsquelle der Verwandten und Bekannten ausgeschöpft ist, kann man noch andere Wege einschlagen, um mehr über seine Vorfahren in Erfahrung zu bringen. Hat man zumindest einige Anhaltspunkte über einen bestimmten Vorfahren, so kann man sich beispielsweise an Archive und Kirchen oder aber an diverse Institutionen wenden. Die Einsicht in Archivmaterial ist nicht immer einfach und teilweise auch kostenpflichtig. Einige Archive sind jedoch sogar dazu bereit, auf Antrag eine Fernauskunft zu erteilen, sodass sich der Ahnenforscher lange Anfahrten sparen kann. Auch Kirchenbücher liefern relevante Informationen über Geburt, Tod und Eheschließungen.
Die Genealogie stellt für viele Ahnenforscher ein Hobby, für einige sogar einen Beruf dar. Die Erkundung der eigenen Familiengeschichte zieht einen dermaßen in den Bann, dass man, hat man einmal damit angefangen, kaum noch ein Ende bei der Vorfahrenfoschung findet.