Unter einem beweglichen Bild in einem Kinderbuch versteht man ein Motiv, das auf mehreren Papierebenen gedruckt ist, die man gegeneinander verschieben kann. So entsteht ein Effekt, der neuerdings auch von Fernsehen und Computer bekannt ist. Für die Kinder, die gerade lernen, mit unserer Welt zurechtzukommen, sind solche Bücher eine große Hilfe, aber vor allem ein großer Spaß. So kann das Kind zum Beispiel aus einem Eimer ein Kaninchen zaubern. Aber auch die Bewegung der Planeten oder die Funktionsweise von Maschinen lässt sich auf diese Art erklären.
Es gibt mehrere Techniken, ein bewegliches Bild herzustellen. Die einfachste Methode ist das Klappbild. Das erste Motiv zeigt ein Fenster oder ein Auto oder ähnliche Dinge, die man öffnen kann. Die Fenster und Türen, die auf dem Bild zu sehen sind, werden entsprechend ausgeschnitten. Wenn man sie zur Seite klappt, wird das Innenleben des Autos sichtbar - beziehungsweise das, was außerhalb des Fensters zu sehen ist. Eine weitere Technik ist das Schiebebild. Hier wird eine bewegliche Innenschicht zwischen die Buchseiten gelegt, die an einer Stelle herausragt. Die Innenschicht kann gedreht oder geschoben werden, so dass in einer Öffnung des Hauptbildes das Motiv wechselt.
Die Krönung dieser beweglichen Bilder sind so genannte Pop-up-Bilder. Diese bewegen sich, sobald das Buch geöffnet wird. Statt eines zweidimensionalen Bildes sieht man nun ein dreidimensionales Diorama. Die Kunst dabei ist es, die Falten in den Aufstellbildern so anzubringen, dass sie sich beim Schließen des Buches auf eine Weise zusammenfalten, dass sie nicht mehr zu erkennen sind. Beim nächsten Öffnen stellen sie sich wieder auf, weil der Winkel der Seiten die Falten glatt zieht. Auch für Erwachsene gibt es Bücher, in denen diese Techniken genutzt werden. Bücher, in denen Weltrekorde präsentiert werden, benutzen die beweglichen Bilder gern, um die Kuriosität mancher Rekorde zu untermalen. In der Regel freuen Erwachsene sich aber über diese Methoden der Veranschaulichung nur in elektronischen Medien. Hier findet man die Animationen sogar in seriösen Nachrichten.